Patientenvorbereitung
Informieren Sie Patientinnen und Patienten über Nüchternheit, Medikamente, Ernährung und untersuchungsspezifische Vorgaben.
VOR DER PROBENANALYSE
Präanalytische Faktoren können Laborresultate beeinflussen — von Patientenvorbereitung, Entnahmezeitpunkt und Nüchternstatus bis zu Probenmaterial, Lagerung, Transport und Dokumentation.
Diese Seite bündelt praktische Hinweise für medizinische Fachpersonen, damit Proben korrekt vorbereitet, entnommen und dokumentiert werden.
Wichtige Aspekte
Patientenvorbereitung
Informieren Sie Patientinnen und Patienten über Nüchternheit, Medikamente, Ernährung und untersuchungsspezifische Vorgaben.
Zeitpunkt der Probenentnahme
Entnehmen Sie Proben, wenn erforderlich, am Morgen und dokumentieren Sie die Entnahmezeit.
Nüchternstatus
Für bestimmte Analysen kann eine Nüchternzeit von 8 bis 12 Stunden erforderlich sein. Wasser ist meist erlaubt, sofern keine anderen Anweisungen gelten.
Stress und körperliche Aktivität
Starker Stress und intensive körperliche Aktivität können einzelne Laborwerte beeinflussen und sollten vor der Entnahme möglichst vermieden werden.
Probenmaterial und Behälter
Verwenden Sie die vorgesehenen Röhrchen, Behälter oder Entnahmesets, um Verzögerungen oder erneute Probenentnahmen zu vermeiden.
Dokumentation
Dokumentieren Sie relevante Angaben wie Entnahmezeitpunkt, Nüchternstatus, Medikamente, Sammelzeitraum und Abweichungen von den Anweisungen.
Eine korrekte Präanalytik ist entscheidend für zuverlässige Laborresultate. Die folgenden Punkte zeigen wichtige Faktoren, die vor der Probenentnahme zu beachten sind.
Für einige Blut- und Urinuntersuchungen ist eine Nüchternzeit von 8 bis 12 Stunden erforderlich. In dieser Zeit sollten Patientinnen und Patienten auf Nahrung sowie zucker- oder fetthaltige Getränke verzichten. Wasser ist in der Regel erlaubt, sofern nichts anderes angegeben ist.
Blutproben sollten möglichst morgens, idealerweise zwischen 7:00 und 9:00 Uhr, entnommen werden. Viele Referenzwerte basieren auf morgendlichen Nüchternproben. Erfolgt die Entnahme später, sollte die Uhrzeit dokumentiert werden.
Kurz vor der Entnahme sollten Stress und intensive körperliche Aktivität vermieden werden. Sie können Stresshormone, Kreatinkinase, weitere Muskelwerte, Blutbildparameter und einige Urinwerte beeinflussen.
Bestimmte Untersuchungen sollten in der Regel erst nach der Blutentnahme stattfinden, da sie Resultate beeinflussen können. Dazu gehören Brust- oder Prostatapalpation, Belastungs-EKG, Punktionen und ähnliche Verfahren.
Bei wiederholten Untersuchungen sollten Proben möglichst unter vergleichbaren Bedingungen entnommen werden: zur gleichen Tageszeit, mit ähnlicher Vorbereitung und, falls relevant, in derselben Körperposition.
SPEZIFISCHE UNTERSUCHUNGEN
Für bestimmte Analysen gelten zusätzliche Vorgaben. Je nach Untersuchung müssen Patientinnen und Patienten vor der Probenentnahme bestimmte Lebensmittel, Getränke, Nikotin, Alkohol, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente vermeiden.
Beispiele:
Vanillinmandelsäure, Adrenalin oder Noradrenalin: Kaffee, Tee, Alkohol und Nikotin möglichst vermeiden.
Oxalsäure im Urin: Vitamin C sollte in den 24 Stunden vor der Probenentnahme vermieden werden.
5-Hydroxyindolessigsäure im Urin: Bestimmte Lebensmittel wie Bananen, Avocados, Auberginen, Ananas, Tomaten und Nüsse sollten vor der Probenentnahme vermieden werden.
Hinweis: Bitte beachten Sie immer die analyse- oder standortspezifischen Anweisungen im Analysenkatalog.